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Gemeinde
Segnitz am Main



Pressemitteilung

 

 

Internationaler Museumstag in Segnitz

50 – 20 – 10 Jahre Museum Segeum

 

Das Museum in der alten Schule in Segnitz darf in diesem Jahr sein 20. Bestehen feiern. Doch das ist nicht alles: Vor 50 Jahren wurde mit dem Fund eines Hallstattgrabes auf dem „Kleinen Anger“ der Grundstock für das spätere Museum gelegt. Nach den Ausgrabungen in den Jahren 1992 bis 1997 und einer anschließenden Ausstellung konnte am 12. April 2002 in Zusammenarbeit der Gemeinde Segnitz, der Firma Wüffert und der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen das Museum im Gebäude der ehemaligen Volksschule eröffnet werden. Gleichzeitig entstand im Schulhof ein Freigelände mit Grabhügelnachbildungen und einem Flechtwandhaus, die künftig vor allem bei Führungen und bei den Internationalen Museumstagen viele Besucher anlockten. Am 28. April 2006 wurde im Beisein der Landrätin Tamara Bischof/Kitzingen und Landrat Waldemar Zorn/Würzburg die Erinnerungsstätte am „Kleinen Anger“ eingeweiht.
 

Seit 2005 fanden in Segnitz weitere Ausgrabungen eines prähistorischen Friedhofs statt. Neben dem Schwerpunkt Merowingerzeit fanden sich auch Gräber aus der Glockenbecherkultur und aus der Urnenfelderzeit. Nach Abstimmung der Gemeinde Segnitz mit der Prähistorischen Staatssammlung und der LEADER-Förderstelle des Landratsamtes Kitzingen wurde aus den drei aufgefundenen Epochen je ein Grab restauriert, das Museum um einen zusätzlichen Raum im dritten Stock der alten Schule erweitert und der Film „Auf dem Weg ins Jenseits“ gedreht. Die Umsetzung des neuen Museumskonzeptes erfolgte in der Hauptsache im Jahr 2012, so dass das nun „Segeum“ genannte Museum am 10. Mai 2013 eröffnet werden konnte.
 

Der Arbeitskreis Kultur und Tourismus der Gemeinde Segnitz, der unter anderem auch das Museum betreut, organisiert anlässlich dieser Jubiläen verschiedene Veranstaltungen:
 

14. Mai um 19.30 Uhr, Dorfgemeinschaftshaus:

  • Vortrag „20 Jahre Museum Segeum – Von der Ausgrabung zum Museum“ von Dr. Margarete Klein-Pfeuffer und Norbert Bischoff.

  • Vortrag „Religiöse Vorstellungen und Bestattungskulturen in Geschichte und Gegenwart“ von Frau PD Dr. phil. habil. Dagmar Fügmann von der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

 

15. Mai 11 bis 17 Uhr: Ein Spaziergang durch die Jahrtausende, Steinzeit – Bronzezeit – Merowinger. Unter anderem steinzeitliche Waffen und Geräte, bronzezeitliche Modenschau und ein Merowinger. Und für die Kinder Schatzsuche, Stockbrot backen, Schmuck basteln, Töpfern. Für das leibliche Wohl sorgt das Museumscafè-Team.


 

 

 

 

Arbeitskreis Kultur und Tourismus
der Gemeinde Segnitz


Segnitz, 28.03.2022


Pressemitteilung


Erinnerungen auf Glas


Die Fotoplattensammlung der Familie Lauck

 


Johann Vitus Lauck (1871 –1947) war ein leidenschaftlicher Fotograf. Ausgerüstet mit seiner Eastman-Kodak Cartridge Camera, die ihm sein Onkel aus Chicago geschenkt hatte, hinterließ er einige hundert Glasplattennegative auf denen er das Leben in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gebannt hat.
 
Durch seine Fotografien erhalten wir einen Einblick in das einstige familiäre und gesellschaftliche Dorfleben.
 
So zeigen die Bilder von offiziellen Anlässen, Festumzügen, Feuerwehrübungen, Konfirmationen oder Familienfeiern, dass sowohl in guten als auch in kargen Zeiten der Zusammenhalt und die Gemeinschaft im Dorf von großer Bedeutung waren. Eine Auswahl dieser „Erinnerungen auf Glas“ zeigt der Arbeitskreis Kultur & Tourismus der Gemeinde Segnitz zusammen mit der Familie Lauck und dem Verlag JH Röll in einer Ausstellung großformatiger Abzüge.

Die Ausstellung ist vom 3, April bis 8. Mai jeweils an den Sonntagen von 14 bis 17 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in Segnitz zu sehen.

 

 

 

 


Ausstellungseröffnung „Freiheit im Glauben“

 

Traditionell startete das Museum Segeum in der alten Schule am Sonntagvormittag, 14. Januar 2018 mit einer Sonderausstellung. Thema sind diesmal die Reformation und Zeugnisse evangelischer Frömmigkeit.

 

Bürgermeisterin Marlene Bauer erinnerte bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste daran, dass Segnitz erst 84 Jahre nach dem Thesenanschlag Luthers protestantisch wurde. Aus diesem Grund könne dieses Thema hier auch etwas verspätet aufgegriffen werden. Im Anschluss an die Begrüßung führte Dr. Margarete Klein-Pfeuffer, die die Ausstellung konzipiert hat, in das Thema ein.

 

Sie erklärte, dass es dabei zunächst um die Reformation in Segnitz und darüber hinaus um die Frömmigkeit im persönlichen- und familiären Bereich geht. So werden Exponate zu den verschiedenen religiösen Lebensabschnitten wie die Taufe, Konfirmation, Heirat, Abendmahl und Tod gezeigt. Zahlreiche historische Bibeln, Gesangbücher, Bilder und Gegenstände des evangelischen Alltags füllen die Vitrinen und Stellwände.

 

Behandelt werden auch die Themen Advent, Weihnachten und der Pietismus. In einem Zwiegespräch tauschten der Segnitzer Pfarrer Matthias Wagner und Hildegard Mark von der Kolpingsfamilie Marktbreit Erinnerungen und Erfahrungen mit dem Glauben aus der Sicht der evangelischen und der katholischen Konfession aus bevor der stellvertretende Landrat Robert Finster und Pater Franziskus Büll vom Kloster Münsterschwarzach in ihren Grußworten die Aufarbeitung dieses Themas durch das Segnitzer Museum lobten und das heute aufgeschlossene Miteinander beider Konfessionen hervorhoben.

 

 

Die Ausstellung „Freiheit im Glauben – Reformation und Zeugnisse evangelischer Frömmigkeit“ ist bis 18. März 2018 jeweils an den Sonntagen von 14 bis 17 Uhr zu sehen.

 
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